Kosten Dachgeschoss

Dachausbau planen

Der Wohnraum wird langsam knapp in Deiner eigenen Immobilie, du willst dich vergrößern. Ein Dachbodenausbau kann eine optimale Lösung sein, wenn man nicht anbauen kann oder möchte. Je nachdem, wie viel Platz Du noch zur Verfügung hast, kann ein Dachgeschossausbau einige Quadratmeter an Zugewinn der Wohnfläche und somit auch an Wertsteigerung Deines Gebäudes bedeuten. Abhängig von der Anzahl der Quadratmeter und der Ausstattung, die Du dir Vorstellst, erhöhen sich die Kosten für einen Dachausbau. Beauftragst Du zudem eine Fachfirma mit den Bauarbeiten, kommen neben den Materialkosten der Lohn für die Arbeitsstunden der Mitarbeiter dazu. Um Kosten zu sparen, ist es auch möglich, in Eigenleistung zu gehen. Das bedeutet: Entweder Du bist handwerklich begabt und machst alles selbst oder Du teilst die Arbeiten mit den Profis. Anhand dieser Faktoren ist es sehr schwer, einen pauschalen Preis zu nennen. Ein Dachbodenausbau kann 5.000 Euro kosten, aber auch schnell 100.000 Euro verschlingen. Um eine realitätsnahe Kalkulation aufsetzen zu können, die für eine Finanzierung grundlegend ist, gibt es ungefähre Preisangaben, die helfen. 

Dachbodenausbau: Kosten im Überblick 

Damit Du den Dachboden ausbauen kannst, werden eine Menge Materialien benötigt. Hinzu kommen in den meisten Fällen auch noch bauliche Veränderungen. Fenster und Türen müssen eingesetzt und ein Loch für die Treppe geschaffen werden. Daher ist eine solide Planung im Vorfeld der Baumaßnahmen unerlässlich. Die Planung fördert dann auch die benötigten Materialien zu Tage. Sie zeigt außerdem, wo ein Fachmann gebraucht wird. Abhängig davon, mit welchen Materialien Du oder der Fachmann arbeitet, variieren die Preise der einzelnen Produkte. Wenn Du den Dachboden ausbaust, kommen einige Kosten auf Dich zu. 


Leistung | Kosten 

  •  | Dämmung inkl. Rigips | 50-150 € / qm
  •  | Trittschalldämmung | 6-10 € / qm
  •  | Bodenverlegeplatten | 7 -11 € / qm
  •  | Elektrik (inkl Fachmann) | 650-1.000 € (Anschluss und Steckdosen)
  •  | Fenster inkl. Einbau durch Fachmann | 1.000-3.000 €
  •  | Heizkörper (inkl. Fachmann) | 2.000-3.000 € (Heizkörper und Rohrleitung)
  •  | Treppe/ Treppenloch | 1.000-5.000 €
  •  | Maler- und Tapezierarbeiten inkl. Material | 9 € / qm
  •  | Schrauben, Spachtelmasse, Holzlatten | 100 €
  •  | Innentür | ab 100 €

 

 

Beispielrechnung: Gehen wir von einer Fläche von 30 Quadratmetern aus, ergeben sich Kosten für den Dachausbau in Höhe von knapp 18.000 Euro. Dabei werden die Arbeiten an der Heizung sowie der Elektrik und dem Fenster von einem Fachmann durchgeführt. Der Dachboden unseres Beispiels befindet sich vor der Sanierung im Rohbau. Wir haben mit den maximalen Angaben aus unserer Tabelle die Kosten ermittelt. Unter Umständen kannst Du an der einen oder anderen Stelle noch sparen, je nachdem, für welche Baustoffe und für welches Material Du dich entscheidest. 

 

Dachbodenausbau: Welche Arbeiten auf Sie zukommen 

Die Höhe der Kosten für den Dachausbau bestimmst Du selbst. Es kommt darauf an, wie viel Platz Du zur Verfügung hast und für welchen Zweck Du den Dachboden ausbauen möchtest. Nehmen wir einmal an, DU hast einen Spitzboden, den Du zu einem kleinen Büro ausbauen möchtest. Dann reicht in der Regel eine kleine Treppe, die fachgerechte Dämmung der Wände, Elektrik sowie eine kleine Heizung. Schätzungsweise stehen Ihnen zehn Quadratmater zur Verfügung. Derartige Räumlichkeiten sind günstiger, als würdest Du eine komplette Etage ausbauen. 

Abhängig davon, was Du planst, benötigst Du nicht immer alle aufgeführten Leistungen. Es ist sinnvoll, dass du Dir die Maßnahmen genau überlegst, bevor Du den Dachboden ausbaust und Du dich über den Einsatz der Materialien genau informierst. Um sicher zu gehen, zieh bei Fragen einen Fachmann hinzu. Er beschreibt Dir auch genau die Besonderheiten der einzelnen Materialien und erklärt, worauf Du achten musst. 

Dämmung 

Die Dämmung der Räumlichkeiten ist ein wichtiger Punkt bei Sanierungsarbeiten, vor allem, wenn Du den Dachboden ausbauen möchtest. Sie ist sogar gesetzlich in der Energiesparverordnung (EnEv) verankert. Demnach müssen alle Baumaßnahmen energetischen Standards genügen. Das bedeutet: Die Bauweise muss so erfolgen, dass keine Energie nach außen entweicht, aber auch keine Energie von außen nach innen gelangt. Die Dämmung einer Immobilie schützt den Raum vor dem Auskühlen, aber auch vor der Erwärmung. Für welches Material Du dich bei dem Dachbodenausbau entscheidest, hängt auch von dem Zustand des Daches ab. Am häufigsten kommen Mineral- oder Glasfaserwolle zum Einsatz. Heutzutage kannst du auch zwischen einigen Naturstoffen auswählen wie Hanf, Flachs und Holz, wenn Sie Ihren Dachboden ausbauen. Hast Du dich für eine Dämmart entschieden, kannst du die Arbeiten in der Regel selbst durchführen. Mit Rigips werden die Wände verkleidet. Rechne für diese Arbeite grob mit 60 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Die Baumärkte bieten inzwischen ganze Sets an, um das Dach fachgerecht zu dämmen. Du erhältst neben der Wolle unter anderem auch Folie, Spachtelmasse, Latten und Gipskartonplatten. 

Trittschalldämmung 

Um nicht jeden Schritt, der oben gegangen wird, unten zu hören, solltest Du eine Trittschalldämmung einplanen, wenn Du den Dachboden ausbaust. Sie filtert die Geräusche und verhindert eine Übertragung der Schallwellen. Die Anforderungen an eine Trittschalldämmung sind in der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ sowie in der DIN EN 140, Teil 8 „Messung der Trittschallminderung durch eine Deckenauflage auf einer massiven Bezugsdecke im Prüfstand“ geregelt. Die verschiedenen Materialien bietet Dir eine Reihe an Auswahlmöglichkeiten. Es kommt in erster Linie darauf an, welches Bodenmaterial Du planst. Für einen Vinylboden ist eine andere Trittschalldämmung erforderlich, als für einen Untergrund aus Parkett. Mit einem Preis zwischen sechs bis zehn Euro pro Quadratmeter sind die Kosten für eine Trittschalldämmung beim Dachbodenausbau überschaubar. 

Bodenverlegeplatten 

Auf die Balken auf dem Dachboden kommen, wenn nicht bereits erfolgt, Bodenverlegeplatten. Am häufigsten werden OSB-Platten verwendet. Die gibt es in verschiedenen Stärken, wodurch sich der Preis entsprechend ändert. Grundsätzlich ist jede Spanplatte geeignet. Rechne hier mit Kosten zwischen sieben bis elf Euro pro Quadratmeter. Die Bodenplatten kannst Du auch selbst verlegen, um den Dachbodenausbau nach Deinen Wünschen zu gestalten. 

Elektrik 

Ohne Elektrik ist es auf dem Dachboden vor allem im Winter ziemlich dunkel. Wenn nicht bereits geschehen, muss die Elektrik nach oben verlegt werden. Wir empfehlen diese Leistung unbedingt durch einen Elektriker durchführen zu lassen. Die Elektrik wird zunächst mit der Haustechnik verbunden. Möchest Du den Dachboden ausbauen, planen zwischen 650 und 750 Euro für die Elektrik ein. Anschließend wird die Kabelage in den Räumlichkeiten verlegt und die Steckdosen werden angebracht. Die Installation schlägt mit 150 bis 250 Euro zu Buche. Insgesamt zahlst Du für die Elektrik etwa 1.000 Euro. 

Fenster inklusive Einbau 

Die Kosten für den Dachbodenausbau werden durch den Einbau von Fenstern angekurbelt. Sind bereits Fenster vorhanden, musst Du überlegen, ob das Licht ausreichend ist. Licht vergrößert einen Raum, bringt ein angenehmes Wohnklima und lässt die eigenen vier Wände freundlich wirken. Besonders in einer Nasszelle wie dem Bad, bietet sich ein Fenster für die regelmäßige Belüftung an. Je mehr Wände aufgestellt werden, wenn Sie den Dachboden ausbauen, desto mehr Fenster sind notwendig, die für eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Sind bereits Fenster vorhanden, ist gegebenenfalls eine Vergrößerung notwendig. Ein einfaches Schwingfenster erhältst Du bereits für unter 100 Euro. Qualitativ hochwertige und größere Fenster können um die 2.500 Euro kosten. du benötigst dann auch einen Sonnenschutz, damit der Licht- und Wärmeeinfall im Sommer nicht zu einem Störfaktor wird. Ein Fenster inklusive Einbau durch einen Fachmann kostet zwischen 1.000 und 3.000 Euro. 

Heizkörper 

Für die wohlige Wärme sorgt eine Heizung. Entscheide dich für einen klassischen Heizkörper, erhältst Du kostengünstige Modelle bereits ab 50 Euro. Billige Modelle sind allerdings auch anfälliger, sodass eine Beratung erforderlich ist, um das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Modell auszuwählen. Kostenintensiv ist der Anschluss, der aus den unteren Etagen in das Dachgeschoss verlegt werden muss. Die dafür erforderlichen Rohrleitungen erhöhen die Kosten, wenn Du den Dachboden ausbaust. Sie liegen zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Der Einbau der Heizung ist für einen Fachmann kein Problem und kann verhältnismäßig schnell erledigt werden. Eine Fußbodenheizung, wie sie aktuell in Neubauten verarbeitet wird, kostet Sie etwa 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter. 

Treppe 

Die Treppe ist ein wichtiger Bestandteil des Dachbodenausbaus. Informier Dich am besten beim zuständigen Bauamt, ob ab einer bestimmten Wohnflächengröße eine zweite Treppe als Notausgang erforderlich ist. In der Regel kommst Du bei einem Einfamilienhaus jedoch mit einer Treppe aus. Eine einfache Treppe gibt es bereits ab 100 Euro. Abhängig vom Material und Bauart der Treppe kann es schnell teurer werden, wenn Du den Dachboden ausbauen. Maßanfertigungen sind bei unkoventionellen Zugängen nach oben praktisch, jedoch auch entsprechend kostenintensiv. Plane zwischen 1.000 und 5.000 Euro ein. Darin enthalten sind bereits die erforderlichen Baumaßnahmen, die für den Ausbau des Treppenlochs erforderlich sind. Als Treppenloch bezeichnen wir die Öffnung in der Decke, die für die Montage der Treppe nötig ist. 

Maler- und Tapezierarbeiten 

Damit der Ausbau des Dachbodens auch wohnlich etwas her macht, fallen in der Regel noch Maler- und Tapezierarbeiten an. Diese Maßnahmen können selbst geleistet werden. Ermittle dafür zunächst die Quadratmeterzahl der Wände, die verschönert werden sollen. Je genauer Du die Maße ermittelst, desto mehr kannst Du sparen. Ist die Zahl größer als die tatsächliche Fläche der Wand, kaufe unter Umständen zu viel Materialien ein. Beachte bei der Wahl der Farben, das günstige Farben meist einen zweiten Anstrich benötigen. Farben höherer Preisklassen sind häufig deckender, sodass ein Anstrich meist schon ausreicht. Im Durchschnitt kommst bereits mit neun Euro pro Quadratmeter gut hin. Exklusive, modische Tapeten kosten mehr ebenso speziell angefertigte Farben. 

Türen 

Gestaltest Du ein Studio im Dachgeschoss, braucht es keine Türen. Wenn Du die Etage jedoch von der unteren abgrenzen möchtest, ist eine Tür erforderlich. Ebenso kommt es darauf an, wie viele Räume Du im Dachboden geplant hast. Einfache Türen bekommst Du bereits ab 30 Euro. Empfehlenswert sind Türen der mittleren Preisklasse. Daher kannst Du mit etwa 100 Euro pro Tür rechnen. 

Bad und Sanitärbereich 

Planst Du nicht nur den Ausbau des Spitzbodens, sondern baust eine komplette Etage aus, bietet sich der Einbau von Sanitäranlagen an. Das ist eine der aufwändigsten Arbeiten, wenn Du den Dachboden ausbaust. Die Kosten sind von der Ausstattung des Bades abhängig. Zum einen müssen die Anschlüsse für Wasser und Abwasser gelegt werden, zum anderen fallen Kosten für Badmöbel an. Eine Toilette mit Spülkasten bekommen Sie ab 200 Euro, ein Waschbecken unter 100 Euro, eine Duschkabine ab 150 Euro. Die Wände werden gefliest. Alles zusammen kann gut 10.000 Euro kosten, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Vergleiche am besten verschiedene Angebote miteinander, um von einem kostengünstigen Preis profitieren zu können.